Zustand des Stadtarchivs: FDP fordert Kostentransparenz für fundierte Standortentscheidung
Quelle: monheim.de
Ratsmitglied Martin Brand (FDP) hat im Stadtrat von Monheim am Rhein eine detaillierte Anfrage zu den Feuchtigkeits- und Nässeschäden im städtischen Archiv gestellt. Hintergrund ist ein von der FDP initiierter und von CDU, SPD sowie den Grünen unterstützter Prüfauftrag. Dieser soll klären, ob das Stadtarchiv zukünftig im neuen Bildungs- und Kulturzentrum untergebracht werden kann, anstatt den aktuellen Standort wie ursprünglich beschlossen zu erweitern.
Da der alternative Standort im Bildungs- und Kulturzentrum erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stünde, ist eine exakte Bewertung der Dringlichkeit erforderlich. Berichte der Verwaltung dokumentieren bereits eine hohe Grundfeuchtigkeit, eine fehlende Klimasteuerung und Schimmelbelastung am jetzigen Standort. Um die Risiken für die historischen Dokumente und die finanziellen Folgen für die Stadt bewerten zu können, verlangt die FDP klare Zahlen zu den strukturellen Schäden der letzten Jahre – unabhängig von dem jüngsten, punktuellen Wasserschaden.
Zur Klärung der Faktenlage hat Martin Brand folgende Fragen an die Verwaltung gerichtet:
- Wie viele Archivalien wurden seit Ende 2022 (Beschluss Erweiterung) durch Feuchtigkeits- oder Nässeschäden in Mitleidenschaft gezogen und welche Kosten sind für die Restaurierung / Wiederherstellung entstanden?
- Nehmen Feuchtigkeits- und Nässeschäden seit 2022 tendenziell (z. B. auf Grund sich verschlechternder Bedingungen etc.) zu, bzw. bleiben diese konstant?
- Ist eine Prognose möglich, wie sich Schäden und Kosten für Restaurierung / Wiederherstellung in den kommenden Jahren entwickeln werden?
„Für eine verantwortungsvolle Entscheidung über den künftigen Standort des Archivs benötigen wir die ungeschönten Fakten“, erklärt Generalsekretär und Ratsmitglied Martin Brand. „Wir müssen exakt wissen, wie hoch die fortlaufende finanzielle Belastung durch die aktuelle Unterbringung ist. Nur auf dieser Basis können wir seriös bewerten, ob die Wartezeit auf das neue Bildungs- und Kulturzentrum wirtschaftlich und konservatorisch vertretbar ist. Ein planloser Umgang mit Steuergeldern und unserem historischen Erbe ist inakzeptabel.“
Die Verwaltung wird die Antworten schriftlich nachreichen.