FDP spricht sich für den Neu- und Erweiterungsbau von Aula und OHG aus

In der Ratssitzung am 29. April wurde über die Zukunft des geplanten Aula-Neubaus sowie den Erweiterungsbau des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) entschieden. In geheimer Abstimmung fand ein Antrag von CDU, SPD und Grünen eine Mehrheit. Damit wird die Umsetzung des Baubeschlusses aus dem Oktober 2025 vorläufig ausgesetzt, um eine erneute Alternativenprüfung durchzuführen. Der FDP-Vertreter im Rat, Martin Brand, sprach sich konsequent gegen diese Verzögerung aus und hielt an der termingerechten Umsetzung des Neubaus fest.

Für die Freien Demokraten ist eine bloße Sanierung oder Aufstockung bestehender Gebäude unzureichend. Die aktuelle Aula ist sanierungsbedürftig, nicht barrierefrei und bietet nicht genügend Sitzplätze. Eine Sanierung würde weitere Kapazitäten kosten. Da das Gebäude zwei großen weiterführenden Schulen, der Volkshochschule, der Musikschule sowie für weitere städtische und private Veranstaltungen zur Verfügung steht, ist eine zeitgemäße Infrastruktur für den Bildungsstandort Monheim am Rhein unabdingbar.

Die FDP priorisiert Investitionen in den Bildungssektor auch in Zeiten der Haushaltssicherung. Die Verlässlichkeit gegenüber Schülern, Eltern und Lehrkräften steht über Prüfaufträgen mit ungewissem Ausgang auf unklarer Zeitleiste und nicht absehbaren Mehrkosten. Haushaltsdisziplin bedeutet für die Liberalen, an anderen Stellen zu sparen, um die Bildungsinfrastruktur zu schützen. Die erforderlichen Mittel können aus dem verbesserten Jahresabschluss 2025 bereitgestellt werden.

Ratsmitglied Martin Brand erklärt hierzu: „Unterschiedliche Varianten wurden bereits im Vorfeld geprüft. Der Neubau der Aula war das für mich nachvollziehbare Ergebnis einer Überarbeitung. Nicht nur bildungspolitisch, sondern auch haushalterisch wäre es richtig gewesen, an der bisherigen Planung festzuhalten. Wie unser Landesvorsitzende betont: Schulgebäude sollten die modernsten Gebäude der Stadt sein.“ Den in der Sitzung ebenfalls behandelten Antrag der PETO-Fraktion lehnte Brand ab. Dessen inhaltliche Ausrichtung war in der Formulierung unglücklich gewählt und drückte ein Misstrauen gegenüber der Bürgermeisterin aus, welches die FDP nicht teilt.