Überarbeitete Planung im Interesse der Stadt: Freie Demokraten unterstützen Bayer Trainingscampus
Quelle: rendertaxi GmbH Alexander Pfeiffer und Felix Volland
Nach monatelangen Verhandlungen zwischen Politik, Verwaltung und den Projektverantwortlichen von Bayer 04 Leverkusen für den Fußball-Trainingscampus an der Alfred-Nobel-Straße liegt ein Ergebnis vor. Aus Sicht der Freien Demokraten stellt dies eine tragbare Lösung mit deutlichen Vorteilen für Monheim am Rhein dar.
Im November 2025 hatten FDP, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam beantragt, den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan 182M aufzuheben. Ziel war es, „ausdrücklich nicht die Planung zu stoppen, sondern um den Dialog für eine Lösung fortzusetzen“, betonte Ratsmitglied Martin Brand bereits in der damaligen Novembersitzung.
Nach mehreren konstruktiven Gesprächen hat der Verein nun eine Planung vorgelegt, die den Bedenken der Freien Demokraten Rechnung trägt. Neben verfahrenstechnischen Zusagen, die insbesondere der Stadt eine höhere Planungssicherheit geben, heben die Liberalen folgende Aspekte hervor:
- Flächenreduktion: Die in Anspruch genommene Fläche wird durch den Wegfall von Trainingsplätzen und die Verlagerung von Hochbauten um über 30 Prozent reduziert. Dabei gilt zu bedenken, dass mögliche Alternativstandorte insgesamt deutlich mehr Freifläche beanspruchen würden und mit weitaus kritischeren ökologischen Eingriffen verbunden wären.
Anwohnerschutz: Es entsteht ein deutlich größerer Abstand zur bestehenden Wohnbebauung. - Ökologische Aufwertung: Der Grünzug bleibt bestehen, wird ökologisch aufgewertet und bietet durch entsprechende Bepflanzungen zusätzlichen Licht- und Lärmschutz für die Nachbarschaft.
„Bayer hat sich spürbar bewegt“, stellt Brand fest. „Neben deutlichen Zugeständnissen bei der eigentlichen Campusplanung stellt der Verein zahlreiche weitere Vorteile für die Menschen und Vereine in unserer Stadt in Aussicht. Es gibt für mich keinen Grund mehr, Bayer die Entwicklung ihres eigenen Grundstücks zu verwehren.“
Dass das Gesamtbild stimmt, zeigt sich für die FDP auch an der breiten Zustimmung aus dem lokalen Sport. Viele große, in Monheim ansässige Sportvereine unterstützen das Projekt ebenfalls, da sie die Synergien und die Aufwertung der sportlichen Infrastruktur für die Stadtgesellschaft erkennen.
Eduard Mayer, Vorsitzender des FDP-Stadtverbands betont: „Dieses Vorhaben kostet die Stadt kein Geld. Im Gegenteil - durch weitere Investitionen, die mit dem Campus in Verbindung stehen, wird die Stadtkasse um Millionenbeträge entlastet.“ Besonders positiv heben die Liberalen hier avisierte Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und die dauerhafte ökologische Pflege des Grünzuges hervor.
„Es war sinnvoll, die Planung letztes Jahr zu stoppen“, resümiert Brand. „Anders hätten wir vermutlich kein so gutes Ergebnis erzielt.“ Auf Basis der nun vorliegenden Pläne werden die Freien Demokraten die weitere Campusplanung von Bayer positiv begleiten. „Wir wünschen uns, dass auch alle übrigen Verantwortlichen die objektiven Vorteile für unsere Stadt erkennen und dem größten Arbeitgeber vor Ort die Realisierung des Trainingszentrums ermöglichen“, appelliert Mayer an alle politischen Entscheider. „Wir werben daher dafür, das formelle Planungsverfahren auf Basis der neuen Entwürfe nun einzuleiten. Erst dieses Verfahren bietet den richtigen und transparenten Rahmen, um noch offene Fragen im Sinne der Stadt gemeinsam zu klären.“