Austausch bei den Bahnen der Stadt Monheim am Rhein: Fokus auf Effizienz, Innovation und Attraktivität

Vertreter der FDP und BSM vor einem Mercedes Elektro-Bus

Bild: FDP Monheim / Vertreter der FDP und BSM vor einem Elektrobus mit Wasserstoff-Range Extender.

Vertreter der Freien Demokraten waren kürzlich zu Gast bei den Bahnen der Stadt Monheim am Rhein (BSM) und informierten sich über die aktuellen Aufgaben sowie künftige Herausforderungen des städtischen Verkehrsunternehmens.

Neben der Finanzierung des ÖPNV im Allgemeinen und dem kostenlosen Monheim-Ticket im Speziellen ging es um die Weiterentwicklung des Liniennetzes, beispielsweise durch die geplante Anbindung der neuen Wohnquartiere in Baumberg. Hierzu betont Eduard Mayer, Vorsitzender des Stadtverbands: „Uns ist es wichtig, ein vorbildliches Mobilitätsangebot bereitzustellen. Akzeptanz – und damit eine verstärkte Nutzung des ÖPNV – entsteht jedoch nur durch Attraktivität und nicht durch Verbote.“

Neben den Herausforderungen des autonomen Fahrens wurden auch alternative Antriebstechnologien zu fossilen Kraftstoffen diskutiert. Künftig setzen die BSM auf Elektroantriebe, teilweise ergänzt um einen wasserstoffbetriebenen „Range Extender“. Diese installierte Wasserstoff-Brennstoffzelle kann die Batterie direkt während der Fahrt laden.

Weitere zentrale Themen waren der geplante neue Betriebshof auf dem ehemaligen Braas-Gelände, welcher möglichst 2029 fertiggestellt werden soll und die Perspektiven der städtischen Leihfahrräder. Nach gezielten technischen Optimierungen an den Rädern ist der Reparaturbedarf bei gleichzeitig steigender Nutzung spürbar gesunken. Ratsmitglied Martin Brand ordnet diese Entwicklung ein: „Nachdem nun ein stabiler technischer Betrieb gewährleistet ist, muss der Fokus auf der wirtschaftlichen Effizienz liegen. Wir erwarten, dass die hierfür geplanten Maßnahmen zeitnah Erfolge zeigen. Parallel dazu halten wir zur Attraktivitätssteigerung an unserer Forderung nach einer Ausleihstation am S-Bahnhof Hellerhof fest.“ Ein städtisch betriebenes Leihsystem hat in den Augen der Freien Demokraten ohnehin nur dann seine ordnungspolitische Berechtigung, wenn dieser Service den Steuerzahler nicht über Gebühr belastet und nachweislich effizienter ist als privatwirtschaftliche Alternativen.

Weiterhin bewerten die Liberalen das geplante Fahrradparkhaus im dritten Bauabschnitt von Monheim Mitte als eine ökonomisch sinnvolle Ergänzung der innerstädtischen Infrastruktur. Die bereits vorliegenden Bedarfsanalysen rechtfertigen dieses Projekt, um die Verzahnung verschiedener Verkehrsmittel weiter zu optimieren sowie der Hotellerie und den in der Innenstadt ansässigen Unternehmen Standortvorteile zu verschaffen. Neben der vorgesehenen, vielfältig nutzbaren Selfservice-Werkstatt müssen die BSM nun ein Konzept vorlegen, das die Betriebskosten deckt und somit dauerhaft tragfähig ist.

Zum Abschluss des konstruktiven Austauschs vereinbarten die Teilnehmer, bei zukünftigen Projekten im Dialog zu bleiben, um die Mobilitätskonzepte der Zukunft effizient und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger von Monheim am Rhein weiterzuentwickeln.